Imatge de l'autor

Peter Gay (1923–2015)

Autor/a de Freud: A Life for Our Time

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Sobre l'autor

Peter Gay lives in New York City and Connecticut.

Sèrie

Obres de Peter Gay

Freud: A Life for Our Time (1988) 956 exemplars
The Rise of Modern Paganism (1966) 560 exemplars
Modernism: The Lure of Heresy (2007) 449 exemplars
Age of enlightenment (1966) — Autor — 415 exemplars
Mozart (2001) 410 exemplars
The Science of Freedom (1969) 384 exemplars
Education of the Senses (1984) 298 exemplars
The Cultivation of Hatred (1993) 202 exemplars
Pleasure Wars (1998) 172 exemplars
The Tender Passion (1986) 166 exemplars
The Naked Heart (1995) 135 exemplars
Freud for Historians (1985) 124 exemplars
Style in History (1974) 112 exemplars
Modern Europe to 1815 (1973) 47 exemplars
Why the Romantics Matter (2015) 35 exemplars
the Bridge of Criticism (1970) 27 exemplars
Deism; an anthology (1968) 14 exemplars
Freud, une vie, tome 1 (2002) 2 exemplars
The Modern World Volume III (1972) — Editor — 1 exemplars
Freud, une vie, tome 2 (2002) 1 exemplars
Goya 1 exemplars
Chess Story 1 exemplars

Obres associades

Càndid o l'optimisme (1759) — Traductor, algunes edicions20,382 exemplars
Novel·la d'escacs (1943) — Introducció, algunes edicions3,956 exemplars
Introductory Lectures on Psychoanalysis (1917) — Introducció, algunes edicions2,311 exemplars
The Future of an Illusion (1927) — Introducció, algunes edicions1,710 exemplars
Basic Political Writings (1987) — Introducció, algunes edicions1,042 exemplars
The Freud Reader (1989) — Editor, algunes edicions912 exemplars
An Outline of Psychoanalysis (1949) — Introducció, algunes edicions662 exemplars
New Introductory Lectures on Psychoanalysis (1933) — Introducció, algunes edicions638 exemplars
Group Psychology and the Analysis of the Ego (1922) — Introducció, algunes edicions628 exemplars
The Philosophy of the Enlightenment (1932) — Pròleg, algunes edicions500 exemplars
Napoleon's Russian Campaign (1824) — Introducció, algunes edicions433 exemplars
The German Dictatorship: The Origins, Structure and Effects of National Socialism (1969) — Introducció, algunes edicions224 exemplars
Candide [Norton Critical Edition, 1st ed.] (1966) — Col·laborador — 151 exemplars
Horizon Magazine Volume 17 Number 01 1975 Winter (1968) — Col·laborador — 25 exemplars
Consciousness and class experience in nineteenth-century Europe (1979) — Col·laborador — 7 exemplars
Carl Becker's Heavenly City Revisited (1968) — Col·laborador — 7 exemplars
Hitler et la dictature allemande (1970) — Introducció, algunes edicions5 exemplars

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Der Titel »Erziehung der Sinne« klingt ein wenig nach Lebenshilfe, der Name des Autors wie ein Pseudonym, aber beides ist falsch: Peter Gay ist der wohl bekannteste amerikanische Kulturhistoriker und sein Buch ein ebenso gelehrtes wie unterhaltsam geschriebenes Werk (so was gibt es scheint's immer noch fast nur im englischen Sprachraum) über Sexualität in der Epoche, die wir heute gern die »viktorianische« nennen. Wir denken an offizielle Prüderie und heimliches Laster, unterdrückte Sexualität und männliche Doppelmoral, und all das gab es; aber die »bürgerliche Gesellschaft« war eine schillernde, schwer bestimmbare Größe voller Widersprüche, und eben den Widersprüchen spürt Peter Gay nach. Das erste Kapitel des Buches, in dem der Autor dem Geheimnis dieser »Mittelklassen« nachgeht, die vom Fabrikherrn zum »Stehkragenproletarier«, vom Universitätsprofessor bis zur Stenotypistin reichten, mit ihrer Fortschrittsgläubigkeit und ihren Zukunftsängsten, ihrem Selbstvertrauen und ihren tiefen Schuldgefühlen, gehört zweifellos zum Brillantesten, was über diese Gesellschaft jemals geschrieben worden ist, und sie macht zugleich deutlich, daß es immer noch auch um unsere Gesellschaft und ihre psychischen Strukturen geht. Gay beginnt mit dem in seinem Freimut überraschenden Tagebuch einer amerikanischen Mittelklassendame und schafft es so, mit seinen oft verblüffenden Feststellungen, in denen sich eine ungeheure Materialfülle verdichtet, nicht ins Leere zu zielen, sondern dem Leser so etwas wie eine »Heldin«, eine Identifikationsfigur, zu geben. (Amazon)… (més)
 
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Hoppetosse1 | Hi ha 1 ressenya més | Sep 10, 2023 |
Eingefasst mit einer oft psychoanalytischen Terminologie schildert Peter Fröhlich seine Familie und die Entwicklung seiner Person tief schürfend und hoch empfindsam. Es ist ein Bericht einer Jugend und des Erwachsenwerdens aus Sicht eines braven, folgsamen Kindes, aufgewachsen in einem liebevollen Elternhaus ohne die damals üblichen Bestrafungen, im Grunde ein Glücksfall, der jedoch durch die aufkommenden Nazis schnell zu einem Drama wird.

Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung der Verwandtschaftsverhältnisse zu Beginn und die oft endenden Absätze: jener Onkel, diese Tante wurden im KZ umgebracht. Liebevoll schildert er seinen Vater, die Mutter, ihr Glück, das Leben einer vermeintlich ganz normalen Familie, nein von wirklich ungewöhnlichen, nicht dem üblichen Erziehungsdrill verfallenen Eltern, die stolz sein konnten auf einen braven, wohlgeratenen Sohn. Peter Fröhlich skizziert eine Familie, die ihrem Namen irgendwie alle Ehre gemacht hatte, man ging zusammen ins Kino, in die Opern, ins Variete, zum Kartenspielen.

"Praktisch das einzige, womit ich als Junge meinen Eltern Sorgen bereitete, war meine Unlust zu essen." Sein Lieblingsessen: Schmorfleisch mit Sahnesauce, Rotkohl und Kartoffelbrei. Ansonsten hatte er sich durch welche Quellen auch immer bestimmte Lebensmittel "ausgeredet", weil sie zu Problemen führten, von denen er irgendwie gehört oder gelesen hatte. Er geht schließlich auch zu einer im Haushalt helfenden "Perle" nach Hause bzw. in Urlaub, auf einen Bauernhof südlich von Berlin. Als Bildunterschrift auf Seite 60 lesen wir: "Unter Aufsicht von Mutti Hantel (der Mutter der Perle) helfe ich ein bißchen auf dem Bauernhof. Man beachte meine Krawatte."

Seine Erziehung war anti-religiös, umso größer die NIedertracht, ab 33 als Jude verfolgt zu werden. Peter Gay ist unversöhnlich und kann auch nach Jahren nicht vergessen, mir ist das völlig verständlich. Auf Seite 78 das Bild seiner Klasse von 1935. Neben ihm ein blonder Deutscher, Hans Schmid, der seinen Arm gönnerhaft auf den kleinen Peter legt. Bildunterschrift: "Hans Schmid, schon damals ein unerträglicher Hitlerjunge, lehnt sich zwanglos, freundschaftlich auf meine Schulter. Bilder lügen eben doch." Weiter im Text über Hans Schmid: "Mögen seine Gebeine in russischer Erde verfaulen."

Und doch, in der Schule bzw. dem Goethe Gymnasium geht es relativ zivilisert zu, es gibt wenig Anfeindungen, was eher dem Kaiserreich geschuldet ist als eine Verbeugung vor den jetzt regierenden Kriminellen. Es herrschte ein humorloser Ton im Unterricht, groß war der Wunsch sich einmal gehen zu lassen. Peter Fröhlich erkennt nach all den Jahren kleinste Momente und beschreibt diese als Alltag in einer Zeit, die trotz allem einen Halt in der verstaubten Erziehungslandschaft des Kaiserreiches hatte. "Dieses ruhige Klima der Schule erwies sich als Segen für die jüdischen Schüler."

Daneben hieß es - muss ich das überhaupt sagen? - lesen und nochmals lesen." Sein Taschengeld gibt Peter Fröhlich hauptsächlich dafür aus. Er ist geradezu vernarrt in Krimigeschichte mit dem Detektiven John Kling - natürlich ein Amerikaner. Er schwärmt für Karl May ganz besonders, skizziert ihn allerdings etwas lieblos und keinesfalls mit jener Dimension, die Karl May tatsächlich ausmacht: getrieben durch die Entwicklung zum Edelmenschen, weg von trostloser Armut hin zu Gerechtigkeit und Güte.

So gern er las so gern schrieb er. Seine ersten und sehr ausgiebigen Schreibversuche gehen leider verloren, aber die frühen Übungen haben zum späterem Ruhm beigetragen. Man merkt es dieser Biografie an, aus der ich jeden Satz mit Gewinn gelesen habe, Details, die erinnert wurden, so facettenreich und genau, dass ein sehr lesenswertes Bild eines jüdischen Schülers in den 30ern entsteht.

Am Ende schildert er den Fall Elisabeth Noelle-Neumann und meint: "Noelle-Neumann ist schuldig, bis sie für unschuldig befunden wird." Sie hatte für das Propagandaministerium gearbeitet und formuliert, dass die jüdische Presse totale Kontrolle ausübe und die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Presse zerstöre.

Seite 137: "…Tausende Österreicher waren es, die sich mit viel Phantasie an spontanem Sadismus beteiligten und die Juden fast buchstäblich in den Staub zerrten. Da rotteten sich Mengen zusammen, die jeden Juden, dessen sie habhaft werden konnten, dazu zwangen, aus Hi.lers Mein Krampf vorzulesen oder mit einer Zahnbürste antisemitische Schmierereien auf Mauern und Gehwegen zu entfernen…Die Selbstmordrate unter den Juden in Wien oder anderen österreichischen Städten schnellte in ungeahnte Höhen."

Seine Münchner Rede zur Verleihung des Geschw. Scholl Preises. Einfach Peter Gays Muenchener Rede im Wortlaut googlen.
… (més)
 
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Clu98 | Hi ha 4 ressenyes més | Mar 9, 2023 |
Involving, personal memoir of growing up in Nazi Berlin as a non-practicing Jew. He shares his emotions and how he coped. His family barely made it out in 1939 just before the war. Worthwhile.
 
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kslade | Hi ha 4 ressenyes més | Dec 8, 2022 |
Mozart: A Life, by Peter Gay (pp 177) Published 1999. This Penguin Lives book is a nice introduction in the life of arguably the best Western composer in the world. It covers his childhood as a father-dominated prodigy, his usefulness as an income producer to his family, his eventual attempt at independence, and his mostly but not entirely successful life as an adored composer. I had no idea of his attraction to scatalogical humor and, frankly, a biography this brief would have been nine the worse for imitating it. I was also unaware of how musicians and composers, including geniuses, were thoroughly dependent on the largesse of money-granting nobles. It was quite difficult for them to exist without patrons, especially if an artist was addicted to a rich lifestyle. Details of his life aside, this brief biography points me toward some of his better appreciated works, many of which I should be able obtain through my dear electronic friend Alexa.… (més)
 
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wildh2o | Hi ha 6 ressenyes més | Jul 10, 2021 |

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