August 2013: "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

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August 2013: "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

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1salti
jul. 25, 2013, 3:16pm

Wir haben abgestimmt, und das Werk von Stephen Fry war der eindeutige Sieger.

Bei Amazon steht dazu: "Was haben der komplexbeladene Emporkömmling Ashley, der marihuanarauchende Dummbeutel Rufus und der liebes- und eifersuchtskranke Gordon gemeinsam? Den Haß auf Ned Maddstone. Ned scheint ihnen all das zu verkörpern, wovon sie nur träumen können: Er ist ein guter Schüler und begnadeter Sportler, Sohn eines einflußreichen Vaters und der feste Freund eines schönen und klugen Mädchens. Des Glücks zuviel, sagen sich Ashley, Rufus und Gordon und beschließen, Schicksal zu spielen. Zuerst kommt alles genau, wie sie es wollen - und dann plötzlich ganz anders. Der neue Roman von Stephen Fry, genialer Rachefelzug und moderne, radikale Version des Grafen von Monte Christo, besticht durch eine spannende Handlung und ungemein witzige Dialoge."

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen, und wer das Buch als erster hat, darf gern eine Timeline erstellen ;)

2Schizophrenia86
jul. 27, 2013, 6:38am

Habe das Buch gestern bei Booklooker bestellt (:

3jana7870
jul. 28, 2013, 2:00pm

Mein Vorschlag für eine Timeline:

Teil I: 1.-7. August
Teil II: 8.-14. August
Teil III: 15.-21. August
Teil IV: 22.-28. August
Teil V: 29.-31. August

4Moongirl
ag. 4, 2013, 9:33am

Huhu,

ich bin gerade mit dem ersten Teil fertig geworden.
Ich bin mir aber noch nicht so ganz sicher, wie mir die Geschichte gefällt. Sprachlich ist es natürlich sehr interessant, wobei mir manche Voklabeln schon albern vorkommen. Total durcheinander kam ich am Anfang mit den Namen, da es englische Namen gibt, die bei uns so typisch weiblich sind, dort aber männlich. Nun bin ich gespannt was kommt, da die Geschichte jetzt wohl erst richtig beginnt.

lg Moony

5jana7870
ag. 9, 2013, 5:17am

Teil I:
Mein erster Eindruck war der, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt. Jugendliche Protagonisten, Eifersüchteleien zwischen Teenagern und vor allem auch die jugendliche Umgangssprache stützten dieses Urteil. Ned war mir eigentlich von Anfang an recht sympathisch. Portia finde ich etwas zu aufgeregt und überkandidelt, aber nicht unsympathisch. Mit Gordon und Ashley kann ich mich nicht so recht anfreunden, aber ich denke mal, dass die auch bewusst als Gegenspieler konzipiert sind. Mich stört der Name Ashley übrigens weniger. Da ich ihn von dem männlichen Ashley aus "Vom Winde verweht" kennengelernt habe, fiel es mir eher immer schwer mir eine weibliche Ashley vorzustellen.

Teil II:
Hier habe ich gerade erst angefangen, aber ich muss sagen, dass schon der Beginn alles, was ich von dem Buch gedacht habe, über den Haufen geworfen hat. Der Teenager-Probleme-Roman schlug auf einmal um in eine IRA-Geschichte, die noch sehr ernst zu werden anmutet. Alles ging recht schnell von der Verhaftung hin zum Verhör in dem abgelegenen Haus. Und nun beschleicht mich der Eindruck, dass an dem Verhörenden (Oliver) vielleicht irgendwas faul sein könnte... Ich bin gespannt, wie es nun weitergeht!

6Moongirl
ag. 10, 2013, 7:31am

Also ich bin auch mit dem zweiten Teil durch und es ist spannend. Ich fand Ned am Anfang unsympathisch, weil er so arrogant wirkte. Das hat sich jedoch auf der Insel gelegt. Er hat ja selbst eingesehen, dass auch er wohl Feinde hat. Ich bin sehr gespannt wie sich das ganze auflöst!

7jana7870
ag. 11, 2013, 5:48am

Mich würde jetzt mal interessieren, warum du Ned unsympathisch fandest? Das einzige, was ich ihm ankreiden könnte, wäre, dass er Ashleys Tagebuch gelesen hat, aber das war ja wichtig um die Handlung voranzubringen. Ich persönlich finde Ashley am unsympathischsten. Er ist so intrigant, berechnend und eifersüchtig und will auf Teufel komm raus was besseres sein.

8salti
ag. 13, 2013, 3:38pm

Ich kan mich Jana da nur anschließen. Mal abgesehen von der Frisur kommt mir der Ned eigentlich auch recht sympathisch vor (vor allem, wenn man bedenkt, wer ihn erzogen hat.) und ich kann den ganzen Mist den sich Ashley einbildet sein zu müssen und nicht zu sein auch nicht nachvollziehen (dies Mitläufertum widerspricht komplett meiner Einstellung^^)
Ich bin bisher ein bissi irritiert, WIE arg sich das langsam an den Graf von Monte Christo "anlehnt" ( und ich schreib das so, um nich "abgeschrieben ist" schreiben zu müssen^^) und frag mich doch sehr, ob das so arg weiter geht- bissi einfallslos, find ich.

9jana7870
ag. 14, 2013, 10:15am

Ich hab jetzt den zweiten Teil (und zugegebenermaßen auch das erste Kapitel des dritten Teils^^) durchgelesen. Und ich muss sagen, dass mir das ganze zu haarsträubend wird... Als ob man Ned einfach so außer Landes bringen könnte, in ein Sanatorium wo er jahrelang festgehalten wird und niemand merkt es. Praktischerweise hat sein Vater auch noch einen Herzinfarkt und kann sich nicht auf die Suche machen - super Zufall! =)
Auch diese Andeutungen, dass schon der Großvater von Oliver da Leute untergebracht hat, die immernoch da sind... Na ja! Und das der arzt nach so langer Therapie nicht merkt, dass Ned keine andere Vergangenheit hat. Das ist mir alles etwas zu weit an den Haaren herbei gezogen!

Apropos Oliver: Hab ich das richtig verstanden, dass der aus einer IRA-Familie stammt, das aber irgendwie unter den Tisch gekehrt hat und jetzt für die Regierung arbeitet? Aber jetzt ist er doch auf der Seite seiner IRA-Mutter (die er eigentlich nicht mag) und schützt sie, indem er Ned wegsperrt? was verspricht er sich davon?

Im zweiten Teil ist zwar die Spannung angestiegen, aber dafür ist mein gesamt-Gefallen an diesem Buch doch recht gesunken... Mal sehen, wie es nun weitergeht!

10Schizophrenia86
ag. 14, 2013, 3:43pm

Zur Sympathie-Diskussion: ich habe auch Ashley mit Abstand als den größten Kotzbrocken wahrgenommen, Ned fand ich eigentlich ganz sympathisch.

Wäre ich nicht bereits vorher darauf gestoßen, dass es sich um eine Graf von Monte Christo-Story handelt, hätte ich wohl auch eher nicht mit der Wendung der Story gerechnet. Sprachlich hat es mir am Anfang gut gefallen - abgesehen von Ashleys Sprachweise, wo ich aber vermute, dass der Übersetzer einfach Probleme hatte, seinen exaltierten Stil angemessen ins Deutsche zu übertragen.

Ich muss mich nebenbei bemerkt auch noch outen - den Grafen von Monte Christo selbst habe ich nie gelesen, auch wenn ich die grobe Story kenne. Dafür allerdings schon andere Neukonzeptionen des Stoffes (Der brennende Mann von Alfred Bester ist im Grunde eine Science-Fiction Variante der Geschichte). Vermutlich geht es dann sogar an mir vorbei, wo das Buch sich besondere Freiheiten nimmt und wo es besonders nah am Haupttext bleibt.

11Moongirl
ag. 16, 2013, 5:56am

Hier nochmal eine kleine Information zum Buch aus dem Biographischen Archiv von Munzinger:

"Erneut einem ernsten Thema in humorvoller Verpackung widmete sich F. in seinem 2001 in deutscher Übersetzung erschienenen Roman "Der Sterne Tennisbälle", in dem drei junge Leute einem vom Glück begünstigten Kumpanen eins auswischen wollen. Nachdem das schief geht, landet der Protagonist in der Psychiatrie und nimmt nach langen Jahren fürchterliche Rache. Die Kritik lobte diese Aktualisierung von Alexandre Dumas' "Der Graf von Monte Christo" als spannend und unterhaltsam."

Quellenangabe: Eintrag "Fry, Stephen" in Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de/document/00000022844 (abgerufen von Stadtbibliothek Saarbrücken am 16.8.2013)

Wer von euch hat auch der Graf von Monte Christo gelesen? Ich wäre jetzt allerdings ohne diesen Hinweis nicht auf einen Vergleich gekommen.

12jana7870
ag. 16, 2013, 6:37pm

ich habe es vor vielen Jahren mal als Hörbuch gehört und kann mich nur noch an die grobe Story erinnern. ohne salti wäre ich auch nicht auf diese parallele gekommen, allerdings bin ich auch mit der lektüre noch nicht so weit fortgeschritten (ned ist gerade auf der insel angekommen) - bei dem racheteil bin ich noch nicht, vielleicht hätte ich dann geschaltet...

13salti
ag. 18, 2013, 6:52am

erstmal, jana: du...glaubst wirklich, dass sowas in unserer Welt nicht passieren könnte? grad jetzt, wo mal wieder aufgeflogen ist, WIE wenig sich die Regierungen um Datenschutz und sowas scheren, und nachdem es Guantanamo nach all den Jahren und Versprechungen immernoch gibt (und das sind nur die zwei ersten Beispiele, die mir innerhalb von 2 Sekunden eingefallen sind), glaubst du ernsthaft, dass es nicht möglich ist, einen Menschen, der irgendeinem hohen Tier im Weg steht, einfach so verschwinden zu lassen? Da muss ich echt drüber staunen... Und zum Arzt: So wie ich das verstanden habe, ging es ihm nie darum, ob die Diagnose stimmt, sondern darum, ob er sein Geld kriegt (und ja, auch sowas halte ich für möglich).

zum Grafen von Monte Christo: Ich hab mich vor einigen Jahren mal recht ausführlich mit dem Thema beschäftigt, das Buch gelesen, Filme geschaut usw. Wie schnell mir aufgefallen wäre, dass der Inhalt der gleiche ist, wenn ichs nicht vorher irgendwo schon gelesen hätte, weil ich nicht, aber irgendwann wird das so augenscheinlich, dass man garnicht mehr dran vorbei kommt. (Noch dazu wird das Original ja als Neds Psychatrielektüre angegeben- ich glaub allerspätestens da wär mir das aufgefallen).

14jana7870
ag. 18, 2013, 9:18am

Doch, ich glaube, dass es sowas gibt. Ich denke nur, dass es sehr viele unrealisitsche Zufälle sind: Ned bekommt einen brief zugesteckt in dem der Name seiners Vaters steht. Der Typ der geschickt wird um ihn zu verhören ist natürlich ausgerechnet der Sohn von der Frau an die der Brief gerichtet ist, was aber niemand weiß und der genau in diesem Moment wieder zu seinen IRA-Wurzeln findet. Neds Vater fällt im passenden Moment ins Koma um nicht nach ihm suchen zu können.

15salti
ag. 19, 2013, 7:23am

Dass Ned den Brief bekommt, könnte ein letzter Anfall von Galgenhumor des Segellehrers gewesen sein, und dass ein Vater einen Herzinfarkt bekommt, weil sein Sohn in die Hände von Terroristen gefallen ist, find ich jetzt auch nicht allzu abwegig. Aber bei dem mittleren teil stimm ich dir zu: dass ausgerechnet der Polizist um dessen mutter es geht den Brief findet ist schon sehr... konstruiert.

16jana7870
ag. 22, 2013, 5:12am

Ich stecke jetzt irgendwo mitten im vierten Teil und langsam wird man ja echt mit der Nase drauf gestoßen, dass es eine Graf von Monte Christo-Anlehnung ist. Wenn Dumas noch leben würde, müsste stephen Fry ihm bestimmt Tantieme zahlen...

Ich finde die Handlung weiterhin spannend und lese das Buch gerne, aber mir ist es insgesamt doch alles etwas zu ... konstruiert. Hier mal ein paar meiner Kritikpunkte und Fragen:
- Woher soll Babe den Plan der Alarmanlagen-Schaltkreise haben?
- Deus ex machina taucht auf einmal eine neue Inspektorin auf, die sagt, dass Ned mit anderen Englisch reden soll und Dr.Mallo hält sich auch noch dran, nachdem er 10 Jahre lang alles dagegen getan hat. Danach in den nächsten acht Jahren Handlung wird die Inspektorin aber nie wieder erwähnt.
- 324 Milliarden Pfund! Also bitte...
- Ich bezweifel, dass man aus einem Roman so gut Deutsch lernen kann, dass man als Deutscher durchgeht
- 10 Jahre lang kann sich Ned an NICHTS erinnern und dann fallen ihm Halbsätze ein, die vor 16 (oder so ähnlich) Jahren gesagt wurden. Ich dachte Babe wäre der mit dem fotographischen Gedächtnis...

Na ja, ich bin gespannt wie es weitergeht und ob Ned sich auch an Portia und/oder ihrem Sohn rächen wird, die ja eigentlich nichts gemacht haben.

17Moongirl
ag. 28, 2013, 1:14am

Ich bin fertig.
Mir hat das Buch im Stil gut gefallen, die Geschichte ist jedoch an einigen Stellen recht dubios und auch der Racheakt ist sehr stark und sehr blutig. Ich kann mich dort nicht mehr wirklich an den Grafen von Monte Christo erinnern. Das Buch weißt allerdings einige Parallelen auf (Das Gefängnis und die Flucht). Vielleicht werde ich daher den Grafen auch nochmal lesen. Meine Ausgabe im Regal hat allerdings 933 Seiten und ich habe bisher noch nie ein Buch zweimal gelesen.

Wie schon gesagt, gebe ich Jana recht, dass einige Stellen übertrieben und etwas konstruiert wirken. Ich glaube aber schon, dass man, wenn es zu bestimmten Triggern kommt, daran erinnern kann, was man vor 10 Jahren gesagt hat, auch wenn es solange in Vergessenheit geraten ist.

18jana7870
ag. 31, 2013, 7:36pm

Ich komme jetzt auch endlich mal dazu, meine Meinung zum Ende zu äußern; hat wegen der Examensklausuren etwas gedauert. Allerdings war ich recht schnell durch, da es doch sehr spannend war (vor allem am Ende).

Mir haben die Racheakte von Ned nicht gefallen. Ich verstehe ja, dass er angepisst ist, weil er zehn Jahre auf einer Insel eingesperrt war, aber das ging mir dann doch zu weit! Hier meine ich vor allem die Szene mit Oliver und dem Kühlschrank. Wenn er einfach eine Pistole genommen und die vier abgeknallt hätte, so von Angesicht zu Angesicht, wäre wir das lieber gewesen. Irgendwie ehrlicher als diese unendlich lange geplanten Intrigen. Er hat ja seine ganze Existenz darauf ausgerichtet und nach deren Toden hat er quasi keinen Existenzgrund mehr.
Etwas platt fand ich die ganze Dotcom-Millionär-Geschichte. Sehr klischeehaft... Und was mich auch noch richtig doll gestört hat, war dass Ned allen Ernstes geglaubt hat, am Ende Portia zu bekommen. Nachdem er ihren Ehemann umgebracht hat und ihren Sohn auch nicht so super behandelt hat... Bestimmt bekommt er da die Frau! Oh Mann, wie naiv...
Auch recht unglaubwürdig war für mich die Figur des Babe. Klar, Ned hat einen Mentor gebraucht und musste irgendwie auch sein Wissen anhäufenl, dass er für die Racheakte brauchte, aber Babe als Hüter des gesamten Weltwissens (und ewig viel Geld)? Etwas übertrieben.

Insgesamt gut und spannend geschrieben. Mir persönlich in manchen (leider entscheidenden) Sache zu konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, als dass ich darüber hinwegsehen könnte. Ned hat am Ende alle Sympathiepunkte und alles Mitleid meinerseits verloren für die übertriebenen Racheszenen.

Eine Frage hat sich mir bis zum Schluss nicht beantwortet: Warum hat die Mutter von Oliver vor Glück geweint,als Ned ihr erzählt hat, dass er ihren Sohn umbringen wird? Habt ihr Theorien?

Apunta-t'hi per poder publicar